Photobiomodulation
Was Licht in einer Zelle tatsächlich auslöst.
Licht wirkt auf Haut nicht, weil es wärmt. Healite II arbeitet mit so wenig Wärme, dass man sie kaum spürt. Der Wirkweg ist ein anderer und heisst Photobiomodulation: Bestimmte Wellenlängen werden von Molekülen in der Zelle aufgenommen, allen voran von der Cytochrom-c-Oxidase in den Mitochondrien. Wird dieses Enzym mit rotem oder nahinfrarotem Licht angeregt, arbeitet die Atmungskette effizienter und die Zelle stellt mehr ATP her, also mehr Energie für alles, was sie ohnehin tut: reparieren, Kollagen bilden, Entzündung herunterfahren.
Blaues Licht bei 415 Nanometern nimmt einen anderen Weg. Cutibacterium acnes, das Bakterium, das an entzündeten Unreinheiten beteiligt ist, bildet selbst Porphyrine. Diese Moleküle nehmen blaues Licht auf und geben dabei reaktiven Sauerstoff ab, der dem Bakterium das Milieu verdirbt. Die Haut selbst bleibt unberührt.
Rot bei 633 Nanometern dringt einige Millimeter tief und arbeitet in der Lederhaut, dort wo Fibroblasten sitzen. Nahinfrarot bei 830 Nanometern geht noch tiefer und wirkt auf Durchblutung und Gewebereparatur. Deshalb kombinieren wir die Wellenlängen je nach Ziel, statt immer dasselbe Programm zu fahren.
Was eine Sitzung ausmacht
Sie liegen, die Augen bekommen eine Schutzbrille, das Panel steht in wenigen Zentimetern Abstand über dem behandelten Bereich. Zwanzig Minuten, in denen nichts von Ihnen verlangt wird. Es tut nicht weh, es piekst nicht, es wird nichts abgetragen. Viele schlafen ein.
Danach gehen Sie ohne jede Einschränkung. Kein Verband, keine Rötung, kein Sonnenverbot, Make-up sofort. Es ist die einzige Anwendung im Haus, bei der wirklich nichts nachzuarbeiten ist.
Für einen Zustand, der bleibt, braucht es eine Serie. Bei Akne sechs bis acht Sitzungen mit ein bis zwei pro Woche, bei Regeneration und Glow vier bis sechs. Eine einzelne Sitzung zur Beruhigung nach Sonne, Reise oder einer anstrengenden Woche ist ebenfalls sinnvoll, nur eben punktuell.
Rotlicht im Studio und Rotlicht hier
Rotlichtlampen gibt es auch für zuhause, und die Frage kommt regelmässig. Der Unterschied liegt in drei Dingen: in der Genauigkeit der Wellenlänge, in der Leistungsdichte auf der Haut und im Abstand. Ein Gerät, dessen Licht über ein breites Band streut und das mit geringer Intensität aus grosser Distanz strahlt, liefert nicht dieselbe Dosis. Bei der Photobiomodulation entscheidet die Dosis: zu wenig bewirkt nichts, zu viel kehrt den Effekt um.
Das heisst nicht, dass Heimgeräte nutzlos sind. Es heisst, dass sie etwas anderes tun. Wer zuhause etwas ergänzen möchte, soll das gern; wir sagen Ihnen ehrlich, was es leisten kann und was nicht.
Wofür wir Licht einsetzen
Als eigenständige LED-Lichtbehandlung von zwanzig Minuten. Als festen Abschluss nach jeder Laser- und Lichtbehandlung, wo es die Erholung unterstützt und im Preis enthalten ist. Bei Akne als tragende Säule der Serie. Bei empfindlicher Haut und nach Sonne zur Beruhigung. Und im Reset zusammen mit CellGym IHHT, wo innen und aussen in derselben Stunde zusammenkommen.
Grenzen
Wir behandeln nicht bei Einnahme lichtsensibilisierender Präparate, nicht über auffälligen Pigmentmalen und nicht auf offenen oder infizierten Stellen. Bei Lichtempfindlichkeitserkrankungen klären wir das vorher ab. Und wir versprechen kein Ergebnis: Licht ist ein sanfter Reiz, der über Wiederholung wirkt, nicht über eine einzelne starke Sitzung.
Häufige Fragen zur Lichttherapie
Ist Healite II ein Laser?
Nein. Es ist LED, also Licht aus Leuchtdioden. Das Licht ist nicht gebündelt wie bei einem Laser und trägt nichts ab. Deshalb gibt es keine Ausfallzeit.
Was ist der Unterschied zwischen Rotlicht und Blaulicht?
Blau bei 415 Nanometern wirkt auf das Aknebakterium. Rot bei 633 und Nahinfrarot bei 830 Nanometern dringen tiefer und arbeiten an Entzündung, Durchblutung und Regeneration.
Wie oft soll ich kommen?
Bei Akne sechs bis acht Sitzungen mit ein bis zwei pro Woche. Bei Regeneration und Glow vier bis sechs. Danach nach Bedarf zur Erhaltung.
Bringt eine Rotlichtlampe von zuhause dasselbe?
Nein. Wellenlängengenauigkeit, Leistungsdichte und Abstand entscheiden über die Dosis, und die Dosis entscheidet über die Wirkung. Heimgeräte tun etwas anderes, nicht dasselbe in klein.
Tut die Lichttherapie weh?
Nein. Sie liegen zwanzig Minuten mit Schutzbrille unter dem Panel. Es wird kaum warm, und danach können Sie direkt weiter.
Was kostet eine Lichttherapie in Zürich?
Ab CHF 90 für zwanzig Minuten. Nach jeder Laser- und Lichtbehandlung ist die Anwendung im Preis enthalten.